Ein Bauprodukt muss sicher funktionieren. Doch das allein reicht
künftig immer weniger.

Die europäische Bauproduktewelt rückt Umwelt- und
Nachhaltigkeitsinformationen stärker in den Mittelpunkt. Für Unternehmen
entsteht daraus eine entscheidende Frage: Wie lassen sich Sicherheit,
Nachweisführung und Nachhaltigkeit sinnvoll zusammendenken?

Nachhaltigkeit und Brandschutz bei Bauprodukten mit der Leitfrage: Nachhaltig, aber auch sicher?
Nachhaltigkeit und Sicherheit müssen bei der Auswahl von Bauprodukten
gemeinsam betrachtet werden.

Ein Bauprodukt kann hervorragende Umwelteigenschaften besitzen. Doch was
nützt das, wenn es im entscheidenden Moment seine sicherheitstechnische
Aufgabe nicht erfüllt?

Umgekehrt kann ein Produkt technisch und brandschutztechnisch überzeugen.
Doch auch dann endet die Betrachtung heute nicht mehr zwangsläufig bei
seiner technischen Leistungsfähigkeit.

Genau an dieser Stelle verändert sich der Blick auf Bauprodukte.

Mit der neuen europäischen Bauprodukteverordnung wird die ökologische
Nachhaltigkeit stärker zum Bestandteil der Produktinformation. Die
Verordnung (EU) 2024/3110 schafft einen neuen europäischen Rechtsrahmen
für die Vermarktung von Bauprodukten. Dazu gehören unter anderem
Informationen zur ökologischen Nachhaltigkeit sowie ein digitales
Produktpasssystem für Bauprodukte. Harmonisierte Normen bleiben
gleichzeitig ein zentrales Instrument für die Produktvermarktung.

Das klingt zunächst nach einem Thema für Hersteller, Prüfinstitute und
Fachabteilungen. Doch aus meiner Sicht greift diese Betrachtung zu kurz.

Denn hinter technischen Produktinformationen stehen Entscheidungen, die
irgendwann jemand treffen und verantworten muss.

Wenn aus Produkteigenschaften Unternehmensentscheidungen werden

Wer ein Bauprodukt auswählt, muss unterschiedliche Anforderungen
berücksichtigen. Im Brandschutz ist beispielsweise entscheidend, ob ein
Produkt für den vorgesehenen Anwendungsfall die erforderliche Leistung
nachweisen kann.

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